Aktuelles

Absage, bzw. Verschiebung der Jahreshauptversammlung 2020

Mit großem Bedauern müssen wir Seitens des Vorstandes des Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg e.V. erneut die diesjährige Jahreshauptversammlung absagen, welche für den 23.10.2020 im Bügerhaus Trais geplant war!

Dies geschieht vor dem Hintergrund der aktuell stark ansteigenden Infektionszahlen rund um die Corona Pandemie. Zu einem geeigneten Zeitpunkt werden wir erneut per sozialen Medien, unserer Homepage und über die Presse einladen. Die bereits an unsere Mitglieder versendeten Einladungen behalten – inhaltsbezogen – ihre Gültigkeit!

Wir bedauern die Kurzfristigkeit dieser Absage und hoffen auf ihr Verständnis!

Fäägmeel – a Geschicht für sich

Siegward Roth und Berthold Schäfer begeistern ihr Publikum in Münzenberg

Anlässlich der Feierlichkeiten zum Jubiläum „775 Jahre Stadt Münzenberg“ hatte der Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg S. Roth und B. Schäfer von der im mittelhessischen Raum legendären, nicht mehr existierenden  Mundartgruppe Fäägmeel am vergangenen Freitag ins Bürgerhaus nach Gambach eingeladen. Die eigentlich für den 20. März vorgesehene Veranstaltung fand aufgrund der bekannten Coronaproblematik somit ca. ein halbes Jahr später statt.  Im gemäß der gegebenen Vorgaben vollbesetzten Haus entwickelte sich im Laufe des Abends vor ausgewiesenen Kennern der Gruppe ein Abend, der seines Gleichen sucht. Trotz des fortgeschrittenen oder gerade wegen des fortgeschrittenen Alters der beiden  Fäägmeelmitglieder zeigten diese eine Frische und eine Spiel- bzw. Lesefreude, die das dankbare Publikum schier von den Sitzen risss. Zu Beginn des Konzerts begrüßte der Vorsitzende des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg, Uwe Müller, das Duo aufs Herzlichste und erinnerte an den grandiosen Auftritt von Fäägmeel im Sommer des Jahres 1997 vor über 1000 Zuschauern auf Burg Münzenberg. Zwei der im Archiv des Vereins bewahrten Originalplakate überreichte er den sichtlich überraschten Musikern. Mit dem originalen Motto der Gruppe, abgedruckt in derem Liederbuch von 1994, das auch der Freundeskreis nachdringlich unterschreibt, beendete U. Müller seine Einleitung: „Fäägmeel“ stitt fier Mittelhesse, die mittelhessisch Sprooch, oawwer aach entschieden geje Ausländerfeindlichkeit un Nazischwachkepp un fier Offenheit gejeeawwer alle Völker, Sprooche un Kulturn.“

Abwechselnd gestalteten beide Künstler das Programm, das aufgrund der unglaublichen Präsenz der beiden „Fäägmeeler“ den vorgegebenen zeitlichen Rahmen sprengte: Siegward Roth war für die sprachliche, „musiklose“ Darstellung des mittelhessischen Dialekts zuständig. Er wies zunächst darauf hin, dass das Jahr 2019 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum internationalen Jahr der indigenen Sprachen ausgerufen wurde, was die Zuhörerschaft zunächst nicht verstand. Doch mit erfrischenden Erklärungen zog er den Bogen zum mittelhessischen Dialekt, der für ihn die wahre Zweisprachigkeit der Oberhessen ausmache. Kurz unterbrochen von hochdeutschen Lyrikeinsprengseln aus seinem neuen Buch „Lichtes Dunkel“ stellte er die Feinheiten des und seine Liebe zum mittelhessischen Dialekt auf gekonnte und sehr einfühlsame Weise her. Berthold Schäfer zeichnete verantwortlich für den musikalischen Teil und zeigte mit virtuosem Gitarrenspiel und den alten, aber immer noch hoch aktuellen Liedern der Gruppe Fäägmeel dem Auditorium so viel Spielfreude, dass diese sofort übersprang: Lieder wie De Gaastebock, Die Äcker, Schnobbe un Houste, Die Rure-Roiwe-Robbmaschin, Die Buuhne und viele andere begeisterten die Zuhörerinnen und Zuhörer aus nah und fern. Nicht nur Heiteres, sondern auch viel Besinnliches drückten diese Lieder aus, wie es der berühmte Refrain des Liedes Bont un narrich nachdrücklich zeigt: Un des Leawe eas bont un so narrich, es stürmt aafach so vir sich hie, es nimmt un es hebt dich, es streichelt un trät dich, un dann leßt dich´s aafach so irgendwu stieh. Mit stehenden Ovationen verabschiedete sich das dankbare Publikum von S. Roth und B. Schäfer. Das Versprechen, im Februar 2021 mit der Nachfolgegruppe von Fäägneel, der Gruppe Meelstaa, ins Bürgerhaus nach Gambach zu kommen, erfüllte alle Anwesenden mit großer Freude.

Siegward Roth und Berthold Schäfer
Vorstandsmitglieder des Freundeskreises mit den beiden Künstlern

Auf Erkundung Münzenbergs mit der Ersten Kreisbeigeordneten

Im Nordwesten der Wetterau gelegen ragt die Burg Münzenberg als Idealbild einer stauferzeitlichen Burganlage über die Wetterau. Geführt durch den Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg e.V. ging es am Sonntag für rund 40 Personen unter dem Motto „Fit und Gesund durch die Wetterau mit Stephanie Becker-Bösch“ auf Erkundung.

Startpunkt war der Hattsteiner Hof, unterhalb der Burg. Nach der Begrüßung der rund 40 Wanderinteressierten übergab Uwe Müller, Vorsitzender des Vereins „Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg e.V.“ der Ersten Kreisbeigeordneten Becker-Bösch zunächst einen Anstecker im Rahmen der 775 Jahr Feier der Stadt.

Auf ging es dann in Richtung Altstädter Pforte, das älteste noch erhaltene Stadttor. Von dem Turmbau mit Durchfahrt sind noch weite Teile erhalten geblieben. Lediglich das einfacher gehaltene steinerne Vortor ist bis auf einen Rest der Zangenmauern gänzlich abgebrochen worden. Gleichzeitig eröffnete sich den Wanderer hier ein toller Blick auf die Burg selbst. Mit ihren beiden hoch aufragenden Bergfrieden gilt die Burg als Wahrzeichen der Region, ist aber auch weit darüber hinaus bekannt und beliebt. Die genaue Bauzeit der Burganlage auf dem „Minzinberg“ ist nicht überliefert, wie Uwe Müller erklärte.

Nach detaillierten Informationen zu Bauweise und Geschichte der Burg ging es dann zum nächsten Höhepunkt der Wanderung, zur Galgenanlage. Der in südwestlicher Richtung vom alten Stadtkern gelegene Münzenberger Galgen gehört zu den wenigen noch erhaltenen gemauerten Hinrichtungsstätten dieser Art in Oberhessen. Auf zwei gemauerten Bruchsteinsockeln ragen zwei steinerne sechsseitige Säulen auf, die einen Querbalken tragen. Die letzte Hinrichtung auf dem Münzenberger Galgenplatz fand im Jahre 1742 statt.

„Leider musste die 775 Jahr Feier abgesagt werden. Ich freue mich daher sehr, dass ich mit der Wanderung dennoch einen kleinen Beitrag leisten konnte, den Menschen die Wahrzeichen der Stadt Münzenberg ein wenig näher zu bringen“, so Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch. „Genau das möchte ich mit den „Fit und Gesund“ Wanderungen erreichen: Gemeinsam, die Natur, aber auch die Geschichte unserer Region erkunden.“

Zur Begrüßung überreichte der Erste Vorsitzende des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg e.V. der Ersten Kreisbeigeordneten S. Becker-Bösch und ihrer Referentin T. Chirico einen Ansteckbutton zum diesjährigen 775-jährigen Stadt-Jubiläum der Stadt Münzenberg.
Vorstandsmitglieder des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg e.V. mit der Ersten Kreisbeigeordneten S. Becker-Bösch und ihrer Referentin T. Chirico (von links: Frank Heitmann, Tania Chirico, Uwe Müller, Stefanie Becker-Bösch, Markus Bingel)
Ca. 40 interessierte Gäste nahmen unter Berücksichtigung der Hygiene-Maßnahmen und Abstände an der kurzweiligen Wanderung teil.
Der 1. Vorsitzende des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg e.V. nimmt die Gäste auf die geschichtliche Entwicklung um die Burg Münzenberg mit.

2 Kommentare

  1. Michael Revis

    Hallo,

    Wird die Burg nach der Lockerungen der Einschränkungen wieder zu besuchen offen? Haben sie schon eine Idee ab wann es wieder möglich wäre, dort zu besuchen?

    Vielen Dank im Voraus

    Mike Revis

    • Sehr geehrter Herr Revis –

      bitte entschuldigen Sie zunächst die verspätete Antwort! Gem. meinem Kenntnisstand sollte die Burg wieder geöffnet sein.
      Um sicher zu gehen sollten Sie jedoch im Vorfeld kurz durchrufen und nach den aktuellen Öffnungszeiten und Regeln für
      einen Besuch nachfragen. Beispielsweise ist es aktuel nicht gestattet, ein Picknick auf dem Burggelände abzuhalten.
      Für Rückfragen und Informationen besuchen Sie bitte die Website der “Schlösser und Gärten Hessen” unter der Internetadresse
      https://www.schloesser-hessen.de/startseite.html oder Sie rufen unter Tel.: 06004-2928 kurz an.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute – Bleiben Sie gesund!

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